FREUDE HERRSCHT?
Sie Alle haben es gut, das heisst die über 65-Jährigen, weil im Dezember kommt die 13. AHV-Rente zur Auszahlung. Es ist das Resultat einer der absurdesten eidgenössischen Abstimmungen der letzten Jahre.
Die politisch Links stehenden «Gutmenschen» haben mittels Initiative eine 13. Monatsrente in der Altersvorsorge verlangt. Eine Mehrheit der Abstimmenden hat das Angebot angenommen. Allerdings haben die Initianten nicht gesagt, woher das Geld dazu kommen soll. Es sind im Jahr gut 4 Milliarden zusätzlich. Den Ausschlag für die Zustimmung dürfte der Teil der Bevölkerung gegeben haben, die der Meinung sind für Asylanten und die ausufernden Beiträge ins Ausland hat es Geld, dann muss es auch für uns etwas geben. Allerdings ist die Bereitschaft die Milliarden Ausgaben in der Entwicklungshilfe oder einfach andernorts zu reduzieren im Parlament nicht Mehrheitsfähig. Das heisst demnächst, genau am 29. November, stimmen wir über die für Viele einfachste Lösung ab, mehr Einnahmen. Die Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozent angehoben werden. Das dürfte die Erfinder der 13. Rente weniger freuen. Die zusätzlichen Einnahmen können das Defizit damit nur kurzfristig in Grenzen halten. Eine Stabilisierung der AHV-Finanzen ist in weite Ferne gerückt. Ob sich eine Mehrheit für mehr Abgaben ausspricht, wird sich weisen. Vorerst ist einfach einmal klar, irgendwann im Dezember, eine Art Weihnachtsgeschenk für über 65-Jährige, kommt die 13. Monatsrente ins Haus. Die Antwort, woher das Geld für eine zunehmend älter werdende Bevölkerung kommen soll, wird auf die lange Bank geschoben. Wobei früher oder später dürfte das aus dem Ruder laufende Verhältnis Erwerbszeit gegenüber Ruhestandzeit eine Korrektur notwendig machen. Das heisst länger arbeiten. Keine Freude herrscht.
Ihr Wassermann