Ihre Meinung zu unseren Beiträgen sind uns willkommen.
Schreiben Sie an: sonne7@gmx.ch

Featured

Wenn die Herausgeberin der «Freien» in die Tasten greift

Da gibt es die rührige Priska Würgler, ein weiteres Beispiel ihres Wirkens, weitere werden folgen, residierend in Amsteg im hintersten Uri-Winkel.  Weil es mit der "Graswuzle", einst eine grosse Bewegung mit hoffnungsvollem Ansatz,  steil begab geht,

was zu bedauern ist, und nur zum Teil der kaum glücklich operierenden, schrumpfenden Leitung in Amsteg anzulasten ist, ersucht Würgler (nomen est omen) die Zeitschrift «Freiheit» über die magere Auflagenzahl, die Kosten niemals deckend,  hinauszuheben, um nicht ständig betteln zu müssen – kurz vor dem mental selbstverschuldeten generellen Absturz.

Nach jeder neu erschienenen Nummer haut sie einen zum Teil  klugen, die Globalisierung umfassenden Text raus. Da wäre aber immerhin der Hinweis ganz scheu angebracht: Ob es nicht darum gehen könnte, sich mit unserer Umgebung, wo wir in politische Mechanismen einzugreifen vermögen, zu befassen. Richtung Bewusstseinsförderung und Aktivierung der schlafenden Schafe, die auf Gehorsam und Anpassung getrimmt sind.

Ein Beispiel aus der Würgler -  Geistesküche herausgewürgt am 3.7.26:

«Die Transhumanisten möchten den Menschen überwinden.
Die Humanisten den Menschen bewahren.
Die Individualisten wünschen sich Selbstbestimmung.
Die Kollektivisten wollen bestimmen, wie die anderen zu leben haben
»

Da, zum unteren Teil ein Kommentar in Frageform:

Würde das stimmen, dass Selbstbestimmung zum Einzelkämpfer gehört und nur bei Einzelkämpfern zu gedeihen vermag, wie kommt es dann, dass wir uns weiterhin eher im Hamsterrad  - von der Machtelite uns hingestellt  - zu bewegen haben?  Beansprucht nicht gerade das Kollektiv die Selbstbestimmung per definitionem?

Vermögen Einzelkämpfer die herrschenden Strukturen zu verändern, oder gar neu aufzubauen? Kommentar: Träumen ist erlaubt.

Könnte unser beharrliches Gehorchen und Spuren nicht eher daher rühren, dass wir in unserer Gesellschaft die Gemeinschaft und die Solidarität samt verhaltensänderndem Tun gar nicht erst aufkommen lassen? Würglerisch keine Konzepte entwickeln, keine Gemeinschaft auferstehen lassen und himself machtgeill durch die Gegend wandeln -individualistisch Dominanz markierend?

Könnte es sein, dass unsere  verbreitete – gerade in Graswurzele-Kreisen propagierte - politische Abstinenz der Oberschicht zu viel Spielraum lässt?

Und wenn da eine geistige Koryphäe daherkommt und behauptet, in einem Kollektiv bestimme eine Minderheit über eine  Mehrheit, gibt diese Person durch diese grundfalsche Aussage zu erkennen, den falschen Informationen nachzurennen.

Eine Meinungsblattherausgeberin mit falschen Attitüden, ohjeh

Seis drum, hoffen wir mal, dass in den «Freien» Klügeres und  Ausgegoreneres stehe.

Fragen wir mal die KI: Was sind die Eigenheiten von einem Kollektiv u woher kommt der Ausdruck?

Der Ausdruck Kollektiv stammt vom lateinischen Wort collectivus, was «zusammengetragen», «gesammelt» oder «gemeinschaftlich» bedeutet. Es leitet sich vom Verb colligere ab, das «sammeln» oder «zusammenbringen» heißt.

Die wichtigsten Eigenheiten eines Kollektivs sind:

  • Es besteht aus mehreren Menschen, die als Gruppe handeln oder auftreten.

  • Die Mitglieder verfolgen gemeinsame Interessen, Ziele oder Aufgaben.

  • Entscheidungen werden oft gemeinsam oder im Namen der Gruppe getroffen.

  • Das Wohl oder Ziel der Gemeinschaft wird stärker gewichtet als die Interessen des Einzelnen.

  • Die Mitglieder fühlen sich häufig durch gemeinsame Werte, Überzeugungen oder eine gemeinsame Identität verbunden.

Ein Kollektiv kann ganz unterschiedlich organisiert sein, zum Beispiel:

  • eine Arbeitsgemeinschaft,

  • eine Genossenschaft,

  • ein Künstlerkollektiv,

  • eine Dorfgemeinschaft,

  • oder auch eine politische Bewegung.

In der politischen Philosophie wird häufig zwischen Individualismus und Kollektivismus unterschieden:

  • Individualismus stellt die Freiheit und die Rechte des Einzelnen in den Mittelpunkt.

  • Kollektivismus betont die Gemeinschaft und deren Interessen. Je nach Ausprägung können individuelle Freiheiten zugunsten gemeinsamer Ziele stärker eingeschränkt werden.

Der Begriff Kollektiv selbst ist jedoch wertneutral. Erst der Begriff Kollektivismus beschreibt eine politische oder gesellschaftliche Denkweise, bei der das Kollektiv Vorrang vor dem Individuum hat.

Fazit
Insofern könnte man meinen, dass Priska Würgler mit ihrer unstatthaft verkürzten Darstellung doch recht hat?  Einspruch, Eurer Ehren, es geht gerade um das, was in der Graswurzle-Bewegung und anderen Gruppen, die da und dort im Lande spontan entstehen: Um die fehlende gemeinsame klar definierte Zielsetzung und um das konzeptionelle, strukturierte Vorgehen (wenn überhaupt von Vorgehen geredet werden kann, weil ausser viel schwatzen effektiv kaum oder gar keine Veränderung stattfindet) und vor allem um die Solidarität. Es fehlt vermutlich allen schwatzenden Widerstandsgruppen, die davon reden und träumen, das System zu stürzen, an Solidarität. Deshalb lachen sich die Machthaber und Finanzbonzen tagtäglich ins Fäustchen, weil wir schwach sind. Und: Wir sind schwach, weil es an Solidaität fehlt.

Die Arbeitbewegung hatte vor bald 150 Jahren Erfolg, weil die Aufständischen, die es gemerkt hatten, um was es geht, unter einander  solidarisch waren. Erst durch Solidarität vermochten sie Gewerkschaften und eigene Lebensmittelläden (den Coop)  zu gründen, als Gegengewicht der ausbeuterischen Fabrikherren, die alle in Villen residierten, die heute noch zu sehen sind, z.B. überall im Zürcher Oberland, in Wald, in Rüti oder in Winterthur. 

Das Arbeiterlied, 1863 verfasst von Georg Herwegh, lautet:  Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm das will. 

Und heute: Da zelebrieren wir den Individualismus und schwafeln unverbindlich von Selbstverantwortung, die ohnehin nicht klappt, weil Untäter leichtfüssig sich in der Anonymität verstecken. Und in der Anonymität, im Versteckten, da verhält sich der Mensch meistens egozentrisch bis schweinisch. 

Fazit II
Weil wir im falsch verstandenen Individualismus verharren, ist unser gesellschaftsveränderndes Verhalten ein blosser Schmarren.