Hinweis: Bei uns macht auch der Wassermann mit, er bringt seine Beiträge monatlich und verdient, gelesen zu werden, denn der Wassermann ist jemand, der die politische Lage einschätzen kann
Auf dem Weg zur Kriegspartei
Die Neutralität der Schweiz gibt aktuell nicht zum ersten Mal zu Diskussionen Anlass. Allerdings ging es früher weniger um die Interpretation was damit gemeint ist.
Es war klar, keine Parteinahme gegenüber im Konflikt stehenden Staaten. Also war man Neutral oder aber hat diese Haltung grundsätzlich abgelehnt. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es eine namhafte Gruppe, die der Neutralität nichts abgewinnen konnte. Das war danach aber für die offizielle Schweiz bis vor wenigen Jahren unbestritten. Dem einzelnen Bürger ist es nicht verboten die eine oder andere Seite mit Aussagen zu unterstützen. Seitdem Ukraine Krieg wird, nun aber plötzlich die Aussage Neutral zu sein, vom Bundesrat und dem Parlament in seiner Mehrheit, flexibel interpretiert. Man hat den Eindruck, dass die stets zunehmende Anzahl der Rechtsgelehrten im Land ein neues Feld zur Betätigung gefunden hätten. Wie ist neutral zu verstehen, ein bisschen oder einfach auf die Herausforderung angepasst? Dafür gibt es nach neuer Auslegung offensichtlich Spielraum. Allerdings sehen die betroffenen Staaten das weniger grosszügig. Die Schweiz wird auch von Partnern nicht mehr als neutral angesehen, sie ist Partei. Man glaubt in unserem Land aus der Wohlstandsoase könne man sich die Anpassung leisten. Man orientiert sich am uns umgebenden Trend. Damit wird die Jahrzehnte lange Akzeptanz als Ort des Friedens und des Ausgleichs innert kurzer Zeit in Frage gestellt. Es dürfte schwierig sein, das von Gleichgültigkeit geprägte Verhalten zu korrigieren. Damit wird unser Land auch den Sonderstatus sich auf neutralem Boden für Verhandlungen anzubieten für einige Zeit verspielt haben.
Ihr Wassermann