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Die Scheinheiligen Beitrag vom Wassermann, November 2026

DIE SCHEINHEILIGEN

Sie tun so, wie wenn sie gut und anständig sind, keiner Fliege etwas zu Leide tun und in allen Teilen vorbildlich leben. Es kommt dann zum Ausdruck, wenn sie sich über Fehler von Anderen äussern. Man nennt sie Scheinheilige.

Es gibt den Bibelspruch «Wer unter Euch ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein». Dieser Spruch kam mir in den Sinn, weil die Vergehen des bekannten, vor 15 Jahren verstorbenen Sportreporter Hans Jucker aktuell medial aufwändig publiziert wurden. Die Übergriffe auf Minderjährige hat der Homosexuell veranlagte Jucker vor fast 60 Jahren gebüsst. Er wurde aufgrund einer Selbstanzeige verurteilt. Von einem seiner jugendlichen Partner finanziell erpresst, hat er die Flucht nach vorne gewählt. Er hat seine Stelle als Gemeindeschreiber in einer Gemeinde im Bezirk Affoltern verloren und wurde selbständiger Steuerberater. Seine Tätigkeit als Sportkommentator beim Fernsehen und am Radio konnte er weiter, bis zu seiner Pensionierung ausüben. Auch in der Gesellschaft hat er Tritt gefasst und blieb Zeit seines weiteren Lebens ohne Kontakte mit Strafverfolgern. So mindestens bescheinigen es Zeitzeugen, die den nun mit Schimpf und Schande belasteten, beschreiben. Warum er nun im Schweizer Fernsehen und im Fussballclub, dem er als Präsident vorstand, in schlechtem Licht dargestellt wird, stösst auf Unverständnis. Die Stimmberechtigten von Affoltern a/A haben in Kenntnis seiner Vorstrafe Hans Jucker 4 Amtsdauern in den Gemeinderat, die Exekutive einer mittleren Zürcher Gemeinde gewählt. Erstmals 10 Jahre nach seiner bedingten Strafe 1982. Es ist fast makaber, wenn man hört, dass er im Gemeinderat aktiv war und eine neue Sportanlage mit Fussballplätzen zur Abstimmung und Realisierung brachte.
Sind es die Scheinheiligen, die versuchen sich vor dem unangenehmen allgemeinen Mediensumpf zu verstecken und Empörung zu demonstrieren? Der Arbeitgeber Schweizer Fernsehen, die Vereine, die Schaumschläger-Zeitung Blick, alle die sich zu distanzieren versuchen haben Hans Juckers Tätigkeit mit Begeisterung begleitet und seine Vorstrafe gekannt. Dass nun die Aussage eines Zöglings im Heim für Schwer-Erziehbare fast 60 Jahre später zu einem Sturm der Entrüstung führt, ist SCHEINHEILIG und verdient Verachtung!

IHR WASSERMANN