Vertrauen gegenüber wem?
Vertrauen in der Politik gegenüber den Behörden?
Vertrauen gegenüber dem Freund, oder in der Partnerschaft?
Jemandem vertrauen bedeutet nichts anderes, als dem anderen naiv zu glauben, was er uns erzählt. Damit ist mit «naiv» auch schon ausgedrückt, dass «dem anderen glauben», grundsätzlich falsch ist.
Klar, man soll nicht alles und jedes, was der andere uns gegenüber erzählt, in Frage stellen. Genau dieses «in Frage stellen» wird oftmals auch als verletzend empfunden und kann gerade in engen Partnerschaften als Angriff, als distanzschaffend, als gegnerisch in hohem Grad empfunden werden und dem entsprechend harsche Reaktionen auslösen. Alles sehr delikate Verhaltensweisen, die bisweilen sich steigern und zu harten Zerwürfnissen führen können.
Aber wenn es um entscheidende Dinge geht, wenn es darum geht, dass der eine dem anderen hohe Geldbeträge bezahlen soll, vielleicht, um ihm einen Gefallen zu erweisen, oder aus der Patsche zu helfen, bedeutet Vertrauen nichts anderes, als die vorliegenden Fakten zu prüfen.
Fazit: Der Begriff Vertrauen hat zu verschwinden und an dessen Stelle tritt die «Faktenlage».
Derjenige, der um Geld angegangen wird, oder in sich die Bereitschaft spürt, dem anderen zu helfen, weil ihm die Person nahesteht, soll den Begriff «Vertrauen» mit rotem Strich in seinem Hirn streichen und statt dessen das Vorhaben mobilisieren, genau formulierte Fragen zu stellen.
Der Zahlungswillige bzw. der um Geld Angefragte hat auf Widersprüche zu achten und muss sich dabei Notizen machen und einen Tag später das Ganze nochmals durchgehen und weitere Rückfragen stellen. Kommen abweichende Aussagen, ist die Sachlage klar. Der halbwegs in Aussicht gestellte Betrag muss gestrichen werden, denn wenn die Faktenlage mal so und dann mal anders geschildert wird, stinkt etwas und das Vorhaben ist zu streichen. Das Thema muss verschwinden, damit deswegen nicht die ganze Beziehung verseucht wird und ins Rutschen gerät.
Das Ganze ist auch im politischen Alltag gültig
Wir haben die Behörden bei ihren Vorhaben kritisch, aber wohlwollend zu fragen und kommen keine Auskünfte, müssen wir das publizieren. Aber da haben wir bereits ein grosses Handicap. Wenn die Presse sich mit den Behörden gut stellen will, weil sie von dort Geld bekommt, also sich kaufen lässt, haben wir kein Forum, unsere Gedanken und Erfahrungen auszubreiten. Genau das ist der Vorteil der Behörden, sie können sich ungehindert ausbreiten mit ihren Gedanken und Projekten, (wobei wir ihre Publizität zu bezahlen haben) und wir stehen absolut machtlos daneben.
Da gibt es z.B. das Facebook oder das Instagramm. Man kann auch Plakate aufhängen, Handzettel bei Einkaufszentren verteilen, oder man soll darüber übergehen, sein Auto mit der eigenen Homepage zu beschriften. Und die zu verteilende Visitenkarte ist mit der eigenen Homepage, wo solche Behördenerfahrungen gekonnt verbreitet werden, zu versehen.
Wir haben unsere Mitbürger über zweifelhaftes Behördenversagen unermüdlich zu informieren, auf dass sie (unsere Mitbürger) aufwachen von ihrem Traum, bei uns sei alles gut. Wenn es um Geld geht, um unser Geld, ist es leider nicht selten so, dass wir missbräuchlich hintergangen werden. Man beachte, wie sich die Behörden Ihr Gehalt unersättlich aufbessern und sich gegenseitig zuschaufeln, dann weiss man Bescheid. Dann liegen die Fakten auf den Tisch und der Begriff «Vertrauen» ist dann gerade nochmals im Eimer.
Deine Stimme zählt
Deshalb ist es schlimm und völlig falsch, an den Wahlen nicht teilzunehmen. Wenn Sie keinem der offiziellen Kandidaten trauen, schreiben Sie den Namen und Vornamen eines anderen Stimmberechtigten der Gemeinde auf den Wahlzettel. Dadurch erhöhen Sie das absolute Mehr und so fliegen die faulsten Eier am ehesten raus.