Und sagt zur Unzeit: «Bundesrat würde ich mir überlegen».
Natalie Rickli wird zur zentralen Figur im Zürcher Herz-Thriller, wo 70 Menschen wegen Gier und Pfusch ihr Leben verloren.
Die SVP-Gesundheits-Direktorin und oberste Verantwortliche fürs Zürcher Universitätsspiel (USZ) griff nie durch.
Ausgerechnet jetzt, da sich die ganze Welt nach Crans-Montana wegen Zürich die Augen reibt, sagt Rickli im Tages-Anzeiger:
„Sollte Bundesrat Parmelin eines Tages zurücktreten, würde ich mir das zum gegebenen Zeitpunkt allenfalls überlegen.“
Im grössten Skandal der jüngeren Schweizer Zeit versagt, sich dann auf dem Tiefpunkt der Affäre in Stellung bringen fürs höchste Amt des Landes:
Wow.
Rickli wäscht ihre Hände in Unschuld. „Ich habe mich damals erkundigt, ob ich eine administrative Untersuchung anordnen kann“, sagt sie dem Tagi.
„Das war 2020 nicht möglich.“ Klare Lüge
Formalismus pur. Da verbluten sonst gesunde Patienten an einer Herz-Operation in Ricklis wichtigster Klinik.
Und die Kapitänin legt die Hände in den Schoss, weil ihr der nötige Paragraph für ein Durchgreifen fehlt.
Rickli zog dem Spital Wetzikon den Stecker, ohne mit der Wimper zu zucken. Ihre höchsten Stäbler sassen im Spitalrat des USZ am Tisch.
Sie wussten alles, sie rapportieren alles.
Die Wahrheit ist: Rickli war im Bild. Sie machte nichts, das schmerzhaft war.
Nur Papierli und Studien. Keine Strafanzeige, keine umfassenden Entlassungen, kein echtes Aufräumen, keine Hilfe für die Opfer.
Dafür verrät sie dem Tagi: „Mein Partner liess sich in der Herzklinik operieren“. Seifenoper ?