Gemeindeverwaltungen lagern ihre Aufgaben aus – veranlasst von unseren neoliberal durchtränkten Gemeinderäten, Beispiel Kappel

Gemeindeverwaltungen lagern ihre Aufgaben aus

– veranlasst von unseren neoliberal durchtränkten Gemeinderäten, möglicherweise ein  Beispiel aus Kappel

 

Eine Anfrage
Die Wahlen sind vorbei, das ergibt für die Behörden Spielraum, jenseits von Demokratie, demokratischem Bewusstsein und Gemeinsinn, den Raubtierkapitalismus spielen zu lassen. Gemeint ist das in Mode gekommene, grassierende Auslagern von Gemeindeaufgaben.

Wenn Gemeinderäte Gemeindeaufgaben privatisieren und dergestalt an Privatunternehmen vergeben, dann kommt das die Konsumenten, also uns als Bürger teuer zu stehen. Denn dann müssen wir nicht nur die Arbeitsleistung bezahlen, dann müssen wir auch den Unternehmensgewinn finanzieren, und das läppert sich. Demzufolge sollte der Gemeinsinn in Gemeindeangelegenheiten wieder zur Geltung kommen und charakterfesten Gemeinderäten fällt es schon gar nicht ein, Gemeindeaufgaben privat zu vergeben, im günstigsten Fall an bekannte Kollegen in und ausserhalb dem Dorf, in dem sie regieren.

Weshalb diese bösen Ausführungen?
Auslöser dieses Textes ist eine unscheinbare amtliche Anzeige aus der schönen Gemeinde Kappel, wo gepflegte Einfamilienhäuser mit allerschönster Aussicht in die Innerschweiz und ins teure, an Ausländer verscherbelte Zug stehen und weiter entstehen. Im Anzeiger vom 13. Mai 2026 lesen wir, dass eine Gemeindeangestellte gegangen ist und demzufolge in der Finanzverwaltung sich die Akten häufen. Deshalb werde – anstatt wie üblich – eine Person zu suchen, was in Anbetracht der Tausenden von der UBS Entlassenen Bankangestellten, nicht allzu schwer sein könnte, wurde die Finanzverwaltung schnurstracks ausgelagert. Dieses Spässchen kostet laut Anzeiger 139'000 Franken.

Daraus ergeben sich Fragen:
- Hat der Gemeinderat eine nachfolgende Person gesucht?
- Wurde daran gedacht, dort zu suchen, wo Personal zu finden ist?
- An wen wurde die Finanzverwaltung ausgelagert?
- An eine andere Gemeindeverwaltung?
- Oder an einen Privatunternehmer,
- an ein sogenanntes Treuhandbüro?
- Wie setzt sich dieser Betrag von 139'000 Franken mutmasslicher Kosten zusammen?
- Ist das der Lohn für die restlichen Moate bis Ende Jahr, also 8 Monate , oder für länger?

Nun. Mit steht es nicht an, dem Gemeinderat diese Fragen zu stellen. Ich wohne im friedlichen Stallikon, wo solche Flöhe noch nicht derart überhandnehmen. Es ist demzufolge an den Kappeler Einwohnern, sich diesen mutigen Gemeinderat vorzuknöpfen.

Kommen keine Antworten, mache ich eine IDG-Anfrage, dann kommt ein Monat später die Antwort oder eine weitere Schlaumeierei. Wer weiss?

Und dem Gemeindepräsidenten hätten wir von der IG Spital Affoltern noch einen Tip:
Er ist ja auch Aktionärsvertreter in der Spital AG. Und dass diese Aktionärsvertreter ihre Aufgabe locker nehmen und den fragwürdigen Auslagerungs-Verwaltungsrat nicht oder nur rudimentär kontrollieren und dafür mehr Zeit mit Apéros und lustigen Gesprächen mit viel Schulterklopfen und Lachen verbringen, ist schon aus Zeiten der Betriebskommission und des Zweckverbandes bekannt. 

Der Tip besteht demnach darin, dem Herrn Gyseler nicht alles zu glauben, wenn er wieder behauptet, das Wasser fliesse aufwärts, sondern selber im Spital zu recherchieren, um Gyseler’s Lügen aufzudecken.

Zum Beispiel, wenn er vergangenen Herbst behauptet, die vor einem halben Jahr ausgelagerte, weitere verkaufte Spital - Abteilung hätte nicht rentiert. Das kann doch allein schon deshalb nicht stimmen, weil diese Abteilung von Privatunternehmern gekauft worden ist, und die kaufen sicher keine Abteilung, die nicht rentiert. Aber solche Lügen werden Gyseler locker abgenommen. Da fragt sich nur, wer von diesen Gemeindebehörden nimmt seine Pflichten punkto Spital noch ernst?