1. Die Zürcher Kantonalbank schüttete im März 2026 175 CHF Mio. an die Gemeinden aus.
Das ist erfreulich. Klar gesagt: Das ist demokratischer Sozialismus. Das gilt auch für diejenigen, die in ausgeprägter Unkenntnis vorurteilbehaftet den Sozialismus generell und aus Prinzip verteufeln.
2. Der Reingewinn macht 1,24 CHF Mia. aus. Das ist andersherum betrachtet ein Skandal, denn die ZKB ist stark im Hypothekargeschäft vertreten. Das bedeutet, sie zieht Tausende von Liegenschaftenbesitzern (wie übrigens andere Banken auch) durch noch immer zu hohe Zinsen hemmungslos über den Tisch.
3. Positiv ausgedrückt kann man aber auch sagen, die ZKB betreibt soziale Umverteilung: Sie zockt Liegenschaftenbesitzer ab, bezahlt dem Kanton hohe Steuern u verteilt ein Teil des Gewinns an Kanton u Gemeinden. (Wäre der Kanton Mehrheitsbesitzer z.B. der UBS, gäbe es hier ein Mehrfaches zu verteilen).
Allerdings hat das Volk zur Verwendung des Geldes in der Gemeinde kaum etwas zu sagen, oder nur theoretisch. In der chronischen politischen Abstinenz der Stimmbürger (verhängnisvolle Gleichgültigkeit) entscheidet der Gemeinderat effektiv alleinherrschaftlich, jenseits wirklich gelebter Demokratie.
Für das aktuelle verfügbare Geschäftsjahr 2025 der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sind die Zahlen klar: Reingewinn (Konzerngewinn) ca. 1,24 Milliarden CHF.
(teilweise wird auch rund 1,4 Mrd. vor Steuern genannt – entscheidend ist der Reingewinn nach Steuern ≈ 1,24 Mrd.) Ausschüttung insgesamt 581 Millionen CHF an Kanton + Gemeinden zusammen.
Anteil von 175 Millionen CHF gehen direkt an die Zürcher Gemeinden. Das entspricht ungefähr: rund 14 % des Reingewinns bzw. ca. 30 % der gesamten Ausschüttung.
Der Kanton Zürich erhält den grösseren Teil: ca. 406 Mio. CHF. Die Gemeinden teilen sich die 175 Mio. CHF nach Einwohnerzahl (das entspricht ca 107 CHF pro Einwohner)
Nachtrag 1
betreffend dem Bezahlen von Steuern durch die ZKB sagt die KI Folgendes: NEU seit 2024 hat die ZKB die OECD-Mindeststeuer zu bezahlen. Das bedeutet:
2024 wurde erstmals eine OECD-Mindeststeuer eingeführt. So bezahlte die ZKB
ca. 168 Mio. CHF Steuern, davon 156 Mio. an den Kanton Zürich
Wichtig: Diese Steuer ist neu und speziell (globale Mindestbesteuerung). Sie ersetzt nicht vollständig die alte Sonderstellung.
Nachtrag 2
Nach Rückfrage beim Gemeindeschreiber von Stallikon bekam ich folgende kompetente, ergänzende Auskunft innert kürzester Zeit, morgens um 6.16 h:
«Da die ZKB gemäss § 1 Kantonalbankgesetz (ZKBG, LS 951.1, siehe Anhang [das KB-Gesetz wurde kulanterweise mitgesandt]) eine selbstständige Anstalt ist, ist sie von Gewinn- und Kapitalsteuern befreit. Hingegen ist sie ab 1. Januar 2024 der OECD-Mindeststeuerregelung unterstellt. Die anderen Kantonen regeln die Rechtsform ihrer Kantonalbanken selber».
Nachtrag 3
Weitere kantonale Firmen bzw. Grossbetriebe:
Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ)
Kantonsspital, Universitätsspital Zürich
Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ)
Bemerkung dazu.
- Heute mit der neoliberalen und libertären Haltung der Zürcher Mehrheitspolitiker liessen sich diese Staatsbetriebe nicht mehr einrichten. Die würden selbst die Schulen privatisieren, was ja auch die GLP-Superpolitiker fordern.
- Wären diese Betriebe auch noch der privaten Gewinnmaximierung unterstellt, müssten wir, das Fussvolk auch noch die allfälligen Privatgewinne bezahlen und alle Tarife wären deutlich höher.
- Neoliberal: alles muss rentieren und ist gewinnorientiert ausgerichtet, so auch die privaten Spitäler, die mit den Kranken Gewinne anstreben.
- Libertär, Grundhaltung der Libertären: Der Staat soll bzw. darf sich ins Geschäftsleben nicht einmischen. Unsere Gemeinderäte hier im Bezirk erliegen mehrheitlich diesem stumpfsinnigen, volksfremden Denken, oftmals ohne genau die Zusammenhänge erkennend, einfach den grossmauligen Blendern nachplappernd.
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